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Mathieu, Milchviehhalter

Heute stellen wir Ihnen Mathieu vor, einen Viehzüchter, der den Familienbetrieb übernommen hat.
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Können Sie sich kurz vorstellen?

Hallo, ich begrüße Sie beim Familienbetrieb GOEHRY. Ich habe mich 2003 mit meinen Eltern niedergelassen, als ich 24 Jahre alt war. Ich entschied mich daraufhin, die Milchwirtschaft auf dem Hof auszubauen. Dazu mussten wir die Ausrüstung modernisieren und etwas für den Komfort der Tiere tun, um die Milchproduktion zu verbessern.

Der erste Schritt war, das Dorf zu verlassen. Tatsächlich war es auch ein Bürgerwunsch, mehr Platz zu haben und vor allem die Nachbarn weniger zu belästigen, die nicht mehr wissen, wie Tiere riechen.

Tiere sind lebendig, 365 Tage im Jahr. Wir haben das ganze Jahr über viele Abkalbungen. Das kann sehr viel Lärm verursachen, den wir nicht vorhersehen können. Ein Standort außerhalb des Dorfes ermöglicht es uns, unseren Alltag gelassener zu bewältigen und unter besseren Bedingungen zu arbeiten.


Wie viele Kühe haben Sie?

Wir hatten in den letzten Jahren eine starke Entwicklung. Heute haben wir etwa 70 Milchkühe, die 650.000 Liter Milch pro Jahr produzieren.
Unsere Entwicklung war nur möglich, weil es fünf andere Betriebe gab, die im Laufe der Zeit aufgehört haben. Wir haben einen Teil ihrer Produktion übernommen.


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Sind Sie schon lange Milcherzeuger?

Ja, ich war schon immer Milcherzeuger.
Es ist heutzutage unmöglich, mit Null in die Milchproduktion einzusteigen. Denn die Kosten für einen Betrieb sind sehr hoch, sowohl für die Anschaffung der Tiere als auch für die Gebäude. Die Rentabilität erlaubt es nicht, bei Null anzufangen.
Man darf auch das Know-how nicht vergessen, das um Teil in der Schule gelernt, aber auch von Generation zu Generation weitergegeben wird.


Können Sie uns etwas über Ihr Melksystem erzählen?

Wir sind 2005 mit den Kühen in dieses Gebäude eingezogen. Mittlerweile sind 12 Jahre vergangen. In den 12 Jahren haben sich die Milchsysteme weiterentwickelt. Wir befinden uns also immer noch in dem, was man als altes System bezeichnen könnte.
Wir hängen die Kühe von Hand an die Melkmaschine und das System nimmt sich selbst ab, wenn das Melken beendet ist. Insgesamt ist das System aber gut automatisiert. Wir platzieren uns unterhalb der Kühe, was uns ein bequemes Arbeiten ermöglicht.

Kennen Sie die einzelnen Schritte der Milchverarbeitung? Melken, Pasteurisieren, Abschöpfen ... Es ist ein ganzes System.


Was sind die Vorteile Ihres Berufs?

Ich habe keinen Chef ... Ich bin der Chef. Das ist einer der größten Vorteile, die der Beruf des Landwirtes bietet.
Ich weiß nicht, ob man von Vorteilen sprechen kann, oder eher von Berufung; der Beruf des Landwirts ist in erster Linie eine Berufung, egal ob man Milch- oder Getreideproduzent ist. Es ist ein Beruf, für den man Leidenschaft benötigt, das ermöglicht uns auch heute noch zu existieren.
Es ist unsere Aufgabe, Menschen zu ernähren. Wir nutzen die Natur zum Wohle der Menschen. Unsere Arbeit hat Sinn.

 

Was hat sich seit Ihren Anfängen verändert?

Die Landwirtschaft hat allgemein viel in Technologie investiert. Sie ist ein dynamischer Sektor der Wirtschaft. Wir können der Robotisierung nicht entgehen. Das sind schöne Entwicklungen.

Ursprünglich war der Beruf mit viel körperlicher Arbeit verbunden, was heute nicht mehr unbedingt zutrifft. Es ist aber ein anstrengender Beruf und stressig, wie viele andere Berufe auch.

 

Welche Rassen haben Sie?

Auf meinem Hof sind wir Milchbauern. Wenn man Milch produziert, erscheint die Rasse Prim'Holstein als selbstverständlich, da sie sowohl qualitativ als auch quantitativ die meiste Milch produzieren kann.

 

Wie viele Melkgänge machen Sie pro Tag?

Wir melken zweimal am Tag. Einmal am Morgen um 6 Uhr und einmal am Abend um 17 Uhr.

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Haben Sie einen Rat für junge Leute, die in den Beruf einsteigen möchten?

Ja ich denke, dass ein junger Mensch mit diesem Wunsch unbedingt Erfahrungen sammeln sollte. Man sollte sich nicht gleich nach dem Studium niederlassen.
Es ist sicherlich gut, Erfahrungen in einem Angestelltenverhältnis oder einer Partnerschaft zu machen, um wirklich alle Facetten des Berufs kennenzulernen.

Man hat mittlerweile erkannt, dass diejenigen erfolgreich sind, die das Produktionsmittel und ihre Umgebung beherrschen. Wenn wir das Beispiel der Milchproduktion wieder aufgreifen, ist es wichtig zu wissen, was mit der Milch geschieht, welche Absatzmärkte es gibt, warum sie produziert wird ... Denn hinter all dem stehen die Verbraucher:innen. Es ist ebenfalls von entscheidender Bedeutung, die Kosten zu kennen, die in einem Betriebanfallen.
Die Geschichte jedes Bauernhofs darf man auch nicht vergessen. Jeder Betrieb ist aufgrund seiner Geschichte und seiner Weitergabe anders. All diese Elemente sind zu berücksichtigen, wenn man sich niederlassen und einen Betrieb übernehmen möchte.


Sind Sie als Produzent eher ein Bibeleskäs- oder ein Joghurttyp?

Ha ha, ich bin eher der Joghurttyp ... 


Würden Sie gerne Ihre Betriebe vorstellen?

Ja, wir öffnen unsere Betriebe übrigens jedes Jahr. Jede Gelegenheit ist gut, um den Verbrauchern unsere Umgebung vorzustellen.

 

Danke, Mathieu, wir wünschen Ihrem Familienbetrieb ein langes Leben.